So ist der Winterdienst auf Schnee und Eis eingestellt

19. Januar 2019 von
Weniger Schnee, dafür mehr überfrierende Nässe heißt die Herausforderung des Winterdienstes in Goslar. Symbolfoto: Alexander Panknin
Goslar. Die Tücken des Winters bekamen Autofahrer in unserer Region Anfang der Woche am eigenen Leib zu spüren, als die Straßen in den Abendstunden spiegelglatt wurden. Um die Verkehrswege aber dennoch so sicher, wie irgendwie möglich zu machen, leisten die Winterdienste der Landkreise und Städte auch in diesem Jahr wieder vollen Einsatz. regionalHeute.de fragte nach einer Zwischenbilanz.

„Für unseren Winterdienst ändert sich die Situation insofern, dass gegenüber der Vergangenheit nun seltener Schnee geräumt, sondern häufiger Glättebildung durch Überfrieren unterbunden werden muss“, berichte Vanessa Nöhr für die Stadt Goslar. Das sei auch in diesem Winter besonders an Brücken oder windexponierten Treppenanlagen relativ häufig aufgetreten.

Außerdem müssten die Kollegen vom Winterdienst diesen Winter oft streuen oder sogar Schnee räumen, obwohl die Schnee- oder Eisschicht auch wenige Zeit später ohne ihren Einsatz abgetaut wäre. „Dennoch gibt es auch hier keine Alternative zur sofortigen Räumung oder Streuung – jegliche Gefährdung, und sei sie noch so kurzzeitig, muss im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten so schnell wie möglich behoben werden“, so die Stadtsprecherin.

Bislang sieben großflächige Winterdiensttage

Der Winter – also der Zeitraum seit dem 1. Dezember – sei bislang eher mild. „Wir haben bisher (Stand Donnerstag) sieben großflächige Winterdiensttage zu verzeichnen – das ist ein normaler Wert“, erklärt Vanessa Nöhr.

Hauptstraßen bis 7 Uhr geräumt 

Je nach Witterung seien bis zu 60 Mitarbeiter des Betriebshofes mit bis zu zwölf Räumfahrzeugen im Einsatz. Diese treten ihren Dienst mitunter um 4 Uhr morgens an, damit die Hauptstraßen bis 7 Uhr geräumt sind. Unterstützung gebe es von der Firma Eurawasser, die den städtischen Winterdienst im Bereich von Bushaltestellen, Radwegen, Brücken, Einmündungen, Überschreitungshilfen und Kreuzungen übernimmt.

Die Kollegen des Betriebshofes verfolgten die Straßenwettervorhersage des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg. So wüssten sie 24 Stunden im Voraus, wie sich der Straßenzustand voraussichtlich entwickeln werde. Salz und Streusplitt liegen bereit. „Salz wird allerdings nur auf Goslars Straßen außerhalb des Welterbes gestreut. Dort wird Streusalz mit Blick auf die Substanz der historischen Gebäude nämlich nur dann eingesetzt, wenn andere Mittel nicht mehr greifen, beispielsweise bei Blitzeis oder Eisregen“, so Nöhr abschließend.

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