Stellungnahme von Asklepios zum Streik am Mittwoch in Seesen

28. November 2019
Symbolfoto: regionalHeute.de
Seesen. Zum Streik in den Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen am Mittwoch erreichte uns eine Presseerklärung der Asklepios Harzkliniken GmbH. Darin wird das Vorgehen der Gewerkschaft ver.di kritisiert.

Insgesamt hätten am Mittwoch in den Asklepios Kliniken Schildautal rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestreikt, das entspreche etwa dem Niveau der vorangegangenen Streiktage. Die Notdienstverpflichtung sei eingehalten worden, eine grundlegende Versorgung der Patienten war jederzeit sichergestellt. Es seien nicht „sämtliche“ Bereiche im Streik gewesen, wie ver.di dies falsch dargestellt habe – sondern nur einige Bereiche, nicht bestreikt worden sei die Zentrale Notaufnahme, auch nicht die Intensivstation.

Zur früheren Kritik von ver.di nahm Geschäftsführer Sebastian von der Haar erneut Stellung:

„Ver.di, die nur einen kleinen Teil der Mitarbeiter vertritt, versucht weiter auf dem Rücken der Patienten ihre Forderungen durchzusetzen. Das Streikrecht ist ein fundamentales Recht in unserer Demokratie, und natürlich halten wir uns an die Regeln des Streiks. Aber wir haben auch die organisatorische Verantwortung für die Patienten. Ver.di kann schnell einfach alles Mögliche fordern, trägt aber hierbei keine Konsequenz und schon gar nicht die Verantwortung für die Patientenversorgung. Diese liegt organisatorisch bei uns als Geschäftsführung, im Alltag bei unseren Kolleginnen und Kollegen auf Station. Daher sind wir in der Pflicht, die Versorgung sicherzustellen.“

Kliniken-Sprecher Ralf Nehmzow ergänzte:

„Es war schon sehr befremdlich und auch aus der Sicht objektiver, außenstehender Betrachter sicher kein guter Stil von ver.di, ausgerechnet vor dem nächsten Verhandlungstermin zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat am 29. November 2019 so kurzfristig erneut einen Streik anzuberaumen.“

Das Klinikum bietet eine Bürgersprechstunde an

Für die Bürgerinnen und Bürger bietet die Geschäftsführung eine „Bürgersprechstunde“ zum Thema an, jeweils am ersten Montag des Monats, von 15 bis 18 Uhr. Von der Haar: „Als größter Arbeitgeber der Stadt verstehen wir uns als Teil von Seesen, der Region, daher möchten wir gerne Bürger aus erster Hand informieren, wenn sie Fragen zu dem komplizierten Thema haben. Ort: Büro Geschäftsführung, Asklepios Schildautal Kliniken, Karl-Herold-Straße 1, Anmeldung bitte mit vollem Namen, per E-Mail im Sekretariat unter: sa.hannemann@asklepios.com , Betreff: „Bürgersprechstunde“, oder telefonisch unter Tel. 05381 74 1383, per Fax:, Nr. 05381 74 1509.

Von der Haar sagte weiter; „Den Bürgern der Stadt Seesen und dem Landkreis Goslar möchten wir mitgeben: Bleiben Sie kritisch und beleuchten Sie beide Seiten, denn darauf baut unsere aufgeklärte Gesellschaft auf! Aus unserer Sicht ist die Situation und besonders unser Gesundheitssystem komplexer, als das man es auf plakative und populistische Forderungen einfach herunterbrechen kann. Aus diesem Grund werden wir im Haus auch diese Punkte anbieten mit unseren Kollegen zu besprechen, denn hierin liegen viele Gründe für unsere Position.“

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