Vorraussetzungen für Erhalt der Ehrenamtskarte gelockert

10. Oktober 2019
Am 10. Dezember steht im Kreishaus eine kleine Feierstunde für das Ehrenamt an. Foto: Archiv
Goslar. Die Ehrenamtskarte im Landkreis Goslar wird in diesem Jahr fünf Jahre alt. Grund genug für die Freiwilligenagentur Goslar und die Kreisverwaltung dieses Ereignis zu feiern. Am 10. Dezember ist daher eine kleine Feierstunde im Kreishaus geplant, bei der nicht nur die neuen Inhaber der Ehrenamtskarte ausgezeichnet werden sollen, sondern auch alle Bürgerinnen und Bürger gewürdigt werden, die bereits im Besitz der Karte sind. Dies gibt der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung bekannt.

In diesem Zusammenhang erinnern Freiwilligenagentur und Landkreis an die Frist zur Beantragung der Ehrenamtskarte, die noch bis zum 31. Oktober 2019 läuft. Marion Bergholz, Leiterin der Freiwilligenagentur, erklärt, dass es bei der Anzahl der Anträge noch Luft nach oben gibt: „Bisher liegen uns für die zweite Vergaberunde der Ehrenamtskarte nur wenige Anträge vor. Wir würden uns freuen, wenn dort noch ein bisschen Bewegung reinkäme.“

Aus diesem Grund haben sich Landkreis und Freiwilligenagentur auch dazu entschlossen, die Voraussetzungen für den Erhalt der Karte ein wenig zu lockern. So können nun auch ehrenamtlich Tätige die Karte beantragen, deren Zuwendungen für ihre geleistete Arbeit die jährliche Ehrenamtspauschale in Höhe von 2.400 Euro nicht übersteigt. Bisher wurden keinerlei Aufwandsentschädigungen akzeptiert, die über die Erstattung von Kosten (zum Beispiel Fahrtkosten) hinausgingen.

Mehr Ehrenamtliche ansprechen

Marion Bergholz hofft, dass dieser Schritt dazu beiträgt, dass beispielsweise auch Übungsleiter von Sportvereinen künftig von den Vorteilen der Karte profitieren können. „In vielen Landkreisen wird es bereits seit Jahren so gehandhabt. So können wir nun auch eine noch breitere Gruppe von Ehrenamtlichen ansprechen“, sagt die Leiterin der Freiwilligenagentur. Anträge für den Erhalt der Ehrenamtskarte können im Übrigen nur noch online auf der Seite des Freiwilligenservers gestellt werden. Für alle, die sich damit schwertun oder über keinen Internetanschluss verfügen, steht das Team um Marion Bergholz mit Rat und Tat zur Seite. „Gerne füllen wir den Online-Antrag auch hier bei uns im Büro gemeinsam mit den Antragsstellern aus“, wirbt Bergholz für das Angebot.

Seit der Einführung im Jahr 2015 wurde die Ehrenamtskarte, die den Inhaberinnen und Inhabern zahlreiche Vergünstigungen einräumt, mehr als 300 Mal vergeben. „Mit dieser Zahl sind wir nicht unzufrieden“, berichtet Marion Bergholz, „doch eine Steigerung der Bewerbungen wäre sehr wünschenswert. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Unterstützer, also Firmen oder Institutionen die sich der Ehrenamtskarte anschließen und den Karteninhaberinnen und –Inhabern Vergünstigungen einräumen“

 

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