Warmer Februar lässt den Arbeitsmarkt frühzeitig aufblühen

1. März 2019
Die Nachfrage nach Arbeitskräften zieht gegenüber dem Vormonat wieder an. Foto: Archiv
Region. Die Arbeitslosenzahl ist im Februar witterungsbedingt wieder leicht gesunken. 160 Personen weniger als im Vormonat und damit insgesamt 19.695 Menschen sind im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar, zudem auch Salzgitter und Wolfenbüttel gehören, ohne Arbeit. Das teilt die Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar mit.

Der milde Winter und insbesondere der warme Februar haben den regionalen Arbeitsmarkt bereits frühzeitig aus dem Winterschlaf geholt. Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt 6,1 Prozent. Diese liegt damit 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Stärkster Rückgang in Goslar, Anstieg in Salzgitter

In Braunschweig gab es im Februar 7.251 Arbeitslose, 85 (1,2 Prozent) weniger als im Januar. Im Vergleich zum Februar 2018 waren es 458 (5,9 Prozent) weniger. In Salzgitter stieg die Zahl der Arbeitslosen im Februar um 80 (1,6 Prozent) auf 5.032. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es einen Rückgang um 279 (5,3 Prozent).

4.315 Menschen waren im Februar im Landkreis Goslar arbeitslos. Das sind 129 (2,9 Prozent) weniger als im Januar, und 536 (11,0 Prozent) weniger als im Februar des vergangenen Jahres. Der Landkreis Wolfenbüttel verzeichnete im Februar 3.097 Arbeitslose, 26 (0,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 293 (8,6 Prozent) weniger.

Die aktuellen Arbeitslosenquoten liegen in Braunschweig bei 5,2, in Salzgitter bei 9,3, im Landkreis Goslar bei 6,3 und im Landkreis Wolfenbüttel bei 4,9 Prozent.

4.830 gemeldete Stellen im Bestand 

„Der ungewöhnlich milde Februar hat den Arbeitsmarkt bereits frühzeitig geweckt. Dies macht sich insbesondere bei den Außenberufen bemerkbar“, meint Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig-Goslar. Die Arbeitskräftenachfrage ist gegenüber dem Vormonat wieder angezogen, so dass aktuell 4.830 gemeldete Stellen im Bestand gezählt werden. Das sind 73 mehr als im Vormonat und eine Steigerung von 95 gegenüber dem Vorjahresmonat. Die TOP5 der gemeldeten Stellen sind im Verkauf, bei den Büro- und Sekretariatskräften, der Informatik, der Altenpflege und der Gastronomie zu finden.

Doch nicht nur die Chancen auf eine Arbeitsstelle stünden aktuell sehr gut. Auch auf dem Ausbildungsmarkt seien die Erfolgsaussichten bei einer Bewerbung hervorragend. „Wir beobachten, dass sich die Entwicklung aus den letzten Jahren weiter fortsetzt. Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich weiter zunehmend zu einem Bewerbermarkt. Wir zählen derzeit über 2.500 freie Ausbildungsstellen bei uns. Das aktuelle Halbjahreszeugnis ist ein guter Zeitpunkt, jetzt in die Ausbildungssuche für diesen Sommer einzusteigen“, rät Witt.

Besondere Situation im Sommer 2020

Im Sommer 2020 wird es eine besondere Situation geben: Die Konkurrenz um Bewerberinnen und Bewerber mit Abitur wird besonders groß sein, da es keinen Abiturjahrgang an allgemeinbildenden Gymnasien in Niedersachsen geben wird. „Es wird zu einem massiven Engpass und entsprechend hoher Konkurrenz bei den Unternehmen kommen, da durch die Rückkehr der Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren ein Jahrgang nahezu ausfällt“, prognostiziert Witt. Er empfiehlt Betrieben, die Abiturienten einstellen, mehrere Strategien parallel zu verfolgen, um eine eventuelle Lücke im Jahr 2020 zu kompensieren.

Naheliegend ist, schon ein Jahr früher, also 2019, zusätzliche Ausbildungsstellen zu schaffen. Außerdem sollten Unternehmen auch Bewerbern eine Chance geben, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zu den Klassenbesten gehören.„Personalentscheider sollten zunehmend Schatzsucher werden. Individuelle Talente bei den Bewerbern müssen gefunden und gefördert werden, um die Gesellen von morgen und übermorgen und damit die Zukunft des Betriebes zu sichern. Und dies spüren heute einige Branchen schon mehr als andere. In den kommenden Jahren wird sich die Situation jedoch noch verschärfen.“ Weitere Beratung dazu erhalten Unternehmen beim gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und der Jobcenter unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20.

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