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Wochenmärkte: SPD Goslar setzt auf eine lebendige Mitte

6. Juli 2018
Die SPD Goslar hinterfragt die Zukunft der Wochenmärkte. Symbolfoto: Jonas Walter
Goslar. Die SPD-Ratsfraktion Goslar beschäftigt ich derzeit mit der Frage, ob Wochenmärkte in aktuellem Zustand noch zukunftsfähig sind. Die SPD teilt mit, dass man für Innovative und neue Profile für Wochenmärkte sei und sich für eine lebendige Mitte einsetzen wolle.

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Die SPD erklärt dazu:  „Die Zahl der selbstständigen Einzelhändler in der Innenstadt sinkt. Das stimmt bedenklich. Auch der Zuspruch zu den Wochenmärkten nimmt offensichtlich ab. Auch ist es noch immer nicht gelungen, die Entfernung zwischen Rammelsberg und Innenstadt „emotional“ zu verkürzen. Kurz: Die Aufenthaltsqualität in Goslar braucht einen modernen Entwicklungsplan“, so das SPD-Tandem Martin Mahnkopf und Annett Eine, die den Blick über den Tellerand wagen.

„Wir wissen natürlich, dass die Goslarer Marketing GmbH mit ihren Fachleuten sich zzt. die Einzelelemente systematisch vornimmt. Aber auch die Politik muss sich der komplexen Situation stellen: Weniger auf die grüne Wiese, Entwicklungen von attraktiven Verkaufsflächen in der Innenstadt, für wichtige öffentliche Einrichtungen eine zukünftsfähige Basis in Altstadt und in den Stadtteilen mit Einkaufnachfrage schaffen“. Mahnkopf und Eine wollen eine öffentliche Debatte, im Sinne einer Ideenschmiede. Welche Wasserpfade kann man attraktiv wiederbeleben? Welche Beleuchtungsakzente und Vermarktungsideen halten die Bürgerinnen und Bürger für notwendig? Welche innovativen neuen Ideen begeistern unsere Touristen? In diesem Sinne macht auch der Kampf Pro Wochenmärkte Sinn. Denn die haben neben ihrer Versorgungsfunktion auch den wichtigen Charakter eines Treffpunkts und sind lebendiger Ort der Kommunikation und mittlerweile auch Erlebnisempfinden.

Martin Mahnkopf. Foto: Privat

Der aktuelle Trend beunruhigt: Es gibt es zu wenig Stände auf zu großem Platz. Konkret: In Jürgenohl vermisst man große Geschäfte in der Nähe, die Laufkundschaft anlocken. „Wir müssen den Teufelskreis durchbrechen; wenn Kunden wegbleiben und Umsätze sinken, bleiben Händler weg, worauf Kunden wegbleiben. So sterben unsere Wochenmärkte langsam aus.“ Ratsfrau Eine bleibt jedoch optimistisch. Sie setzt darauf, dass es eine besondere Form der Lebensqualität ist, wenn Menschen sich beim Einkauf auf öffentlichen Plätzen begegnen. „Das geben die Bürger nicht so einfach auf, das haben auch unsere Gespräche mit Konsumenten und Händlern in den letzten Wochen ergeben“. Die Anordnung der Stände müsse aber empathischer gestaltet werden, so dass wieder verstärkt ein Wochenmarkt Flair aufkommt. „Es muss ja nicht immer der größte Anspruch sein: Schon ein paar Pergolen für Kletterpflanzen, Sitzbänke, abgesenkte Bordsteine – für das Marktpublikum im heutigen Durchschnittsalter von 55+. Es darf sicherlich auch kein Tabu sein, die Fläche anzupassen. Ist der Platz angemessen kleiner, wirkt er von selbst voller.“

Annett Eine. Foto: Privat

Mahnkopf setzt auf innovative neue Gedanken. So gilt es in den kommenden Monaten mit Fachleuten zu prüfen, welche Themenmärkte Chancen hätten: Kürbismarkt, Gesundheitsmarkt, Kräutermarkt, Probiermarkt oder der mittlerweile sehr populäre Street-Food mit ganz besonderen Köstlichkeiten. „Ich habe im letztem Jahr unsere Partnerstadt Arcachon in Frankreich besucht und war von dem frischen und außergewöhnlichen Marktangebot absolut begeistert. Neben Obst & Gemüse, Brot, Oliven & Co. wurden leckere warme Speisen, frische Getränke und Kaffee-Spezialitäten angeboten,“ Mahnkopf schwärmt weiter: Ein wunderbarer Nachmittag oder Nachtmarkt zum Verweilen. Eine ergänzt: „Mir fallen da gerade die jahreszeitlichen Bezüge ein: Juni – Erdbeerzeit, Mai- Spargelzeit, September- Kartoffelzeit, November- Grünkohl. Charmant wäre sicher auch, wenn man 1x im Monat ein Marktfrühstück oder einen Kaffeenachmittag anbietet, was ja ein Unternehmen vom Marktplatz arrangierte könnte. Wir haben sehr gute Bäckereien in unserer Stadt, in unseren Stadtteilen. Da ist Kreativität gefragt“. Jedenfalls müsse die Zeit vorbei sein, dass Märkte stiefmütterlich behandelt werden. Es dürfe keine Denkverbote geben: Auch über Veränderungen von Wochentag und Uhrzeit gälte es mit den Betroffenen fair zu diskutieren. Wohlmöglich wäre der Nachmittag mit Kaffee, Kuchen & Co. gute Alternative so Bürgermeinster Mahnkopf. Annett Eine zum Abschluss: „Ich bin seit Monaten mit der GMG im Gespräch. Da ist viel Ideenpotential vorhanden“.

Martin Mahnkopf, Annett Eine

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