Zentrum für Radiologie darf Kardiologen weiterbilden

15. Dezember 2018
Dr. med. Eric Bürger, Leiter des Zentrums für Radiologie und Neuroradiolgie im MVZ Niedersachsen der Asklepios Kliniken Schildautal, vor einem hochmodernen CT-Gerät. Foto: Asklepios Kliniken Schildautal
Seesen. Das Zentrum für Radiologie in den Asklepios Kliniken Schildautal ist jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-, Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) als Qualifizierungsstätte für die Zusatzqualifikation „Kardiale Magnetresonanztomographie und Kardiale Computertomographie“ (MRT beziehungsweise CT) anerkannt worden.

Damit besteht für die Klinik die Berechtigung, Fachärzte für Kardiologie auf dem entsprechenden Radiologie-Fachgebiet weiterbilden zu dürfen, sodass sie diese spezielle Zusatzqualifikation erlangen können. Das berichtet die Asklepios Harzkliniken GmbH in einer Pressemitteilung.

Zur Einordnung: Nach weiterer Zusatzqualifikation ist unter Leitung von Dr. med. Eric Bürger das Zentrum für Radiologie und Neuroradiolgie im MVZ Niedersachsen der Asklepios Kliniken Schildautal mit der nichtinvasiven kardialen Bildgebung und Funktionsdiagnostik bundesweit eine von sieben, und in Niedersachsen, die einzige Ausbildungsstätte, in der Kardiologen gleichzeitig an einem Standort die Zusatzbezeichnung „Kardiale-CT und/oder -MR Bildgebung“ der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie erwerben können. Die Asklepios Kliniken Schildautal sind bundesweit eine der führenden 47 Zentren in dem Bereich. Voraussetzung sind hierfür eine hochspezialisierte Geräteausstattung und das Know-how, um MR- und CT-Untersuchungen am Herzen an einer größeren Patientenzahl mit breitem Krankheitsspektrum durchführen und dafür Befunde erheben zu können.

Die Erfahrung ist da

Dr. Bürger, der seit 2015 dem radiologischen Zentrum vorsteht, beschäftigt sich damit bereits seit den frühesten Anfängen der Herzbildgebung, mit Hilfe der Computertomographie (CT) beziehungsweise Magnetresonanztomographie (MRT) als nichtinvasive, also schonende Methode ohne OP-Eingriffe zur Herzbildgebung, und hat diese im Verlauf immer weiter etabliert. Das Zentrum verfügt in Seesen als einziges nicht universitäres Zentrum sowohl über ein sogenanntes „3Tesla- MRT“ als auch über ein 256 Zeilen Dual-Source CT. Es gilt mit zirka 2.000 MR- und CT- Untersuchungen als eine der führenden Abteilungen in Nordhessen und Niedersachsen für die Diagnostik von Gefäß- und Strukturerkrankungen am Herzen. Im Gegensatz zur Computertomographie (CT), die mit Röntgenstrahlen arbeitet, werden bei der MRT Bilder des Körpers in Schichten mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen hergestellt. Die Patienten haben deshalb bei der MRT keine Strahlenbelastung. Die Untersuchung ermöglicht bei beiden Verfahren mit Hilfe der 3D-Technik eine Ansicht des Körpers aus allen Richtungen.Neben Informationen zur Pumpleistung und Durchblutung von Gefäßen und Muskulatur lassen sich nicht invasiv mit der Magnetresonanztomographie ohne Strahlenbelastung lokale Veränderungen der Herzkammer und Herzklappen erfassen und beurteilen. Während man früher nur mit Hilfe eines konventionellen Röntgenbildes einen allgemeinen Eindruck hinsichtlich Form, Größe und Lage des Herzens gewinnen konnte, liefert der Magnetresonanztomograph nur mit Hilfe von Magnetfeldern, also ohne belastende und schädigende Röntgenstrahlen, genaue Einblicke in die Funktion des Herzens.

Der Vorteil dieser Untersuchung liegt darin, dass das schlagende Herz betrachtet werden kann. Zur frühzeitigen Aufdeckung von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, die zu Herzinfarkten führen können, kann – je nach Notwendigkeit – die Untersuchung auch unter Belastung durchgeführt werden, um eine Minderdurchblutung des Herzmuskels nachzuweisen, die im Ruhezustand nicht erkennbar wäre („Stress-MRT“). Dazu wird dem Patienten ein Medikament verabreicht, welches das Herz für wenige Minuten in eine Arbeitsbelastung („Stress“) versetzt. Somit dient die MRT des Herzens auch zur Vorsorge eines drohenden Herzinfarktes. Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet: Herzmuskelschäden bei Entzündungen (Myokarditis) und durch Narben bei einem frischen oder abgelaufenen Herzinfarkt lassen sich so exakt darstellen. Letztere müssen nicht immer mit den typischen Warnsymptomen einhergehen, sind aber entscheidend für den Krankheitsverlauf. Die CT-Koronarangiographie dient der Diagnostik verschiedenster Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Erkennung von Gefäßengen (Stenosen) der Herzkranzgefäße, da sie in der Regel erst ab einer 75prozentigen Einengung zu einer Beschwerdesymptomatik führt, dies kann zu gravierenden Folgeschäden führen.

Breite diagnostische Möglichkeiten, zum Beispiel „Echokardiologie“

Überdies sind die Asklepios Kliniken Schildautal diagnostisch bei der Behandlung struktureller Herzerkrankungen breit aufgestellt, zum Beispiel bei einer Herzmuskelentzündung, die häufig die Ursache unklarer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sind. Vor allem die „Echokardiographie“ kommt hier als eine der wichtigsten Routineuntersuchungen am Herzen zur Anwendung. Sie kann über verschiedene Herzerkrankungen Aufschluss geben und wird ohne Strahlenbelastung vorgenommen. Die Echokardiografie, häufig auch Herzecho genannt, erfolgt per Ultraschallsonde von außen am Brustkorb oder unter Kurznarkose durch Einführen der Sonde an einem Endoskopie in die Speiseröhre. Die Ultraschallbilder geben dabei Auskunft über die Struktur des Herzens und ermöglichen es zum Beispiel, die Größe der Herzkammern, die Funktionstüchtigkeit der Herzklappen oder die Dicke des Herzmuskels zu beurteilen. Außerdem lässt sich feststellen, wie das Herz in Echtzeit arbeitet beziehungsweise es lässt sich so die Fließrichtung verschiedener Blutströme oder die Pumpleistung des Herzens ermitteln.

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